Konzept eines familienunterstützenden Netzwerkes

Bildung, Betreuung, Begegnung und Beratung unter einem Dach –  Familien und Einzelpersonen brauchen ein Netzwerk, um Unterstützung, Zuspruch und Alltagshilfen zu erhalten:  Bei der Erziehung der Kinder, bei der Pflege kranker Angehöriger, bei Alleinsein, Trauer und Vereinsamung.

Für uns steht an erster Stelle die Offenheit des Hauses. Jede/r ist willkommen – egal, ob er/sie Rat sucht,  Hilfe anbietet, Ideen einbringt oder einfach

nicht allein sein will. Auch unsere Räume sind offen – sie werden von morgens bis abends von unterschiedlichen Generationen zu verschiedenen Anlässen genutzt. Ein Beispiel ist das „Wohnzimmer“: Dort werden beim Vormittagskaffee Säuglinge gestillt, nachmittags in der Seniorenrunde gespielt oder Elterngespräche geführt. Abends treffen sich dort Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise oder der Vorstand.

Dreh- und Angelpunkt für die Vernetzung ist das „Café MOBILE“ als ehrenamtlich organisiertes Angebot mit täglichem Frühstück, Mittagstisch und Nachmittagskaffee bei parallel stattfindender Kinderbetreuung. Es ist unser Türöffner, den besonders Eltern mit kleinen Kindern als Kennenlern- und Treffpunkt nutzen.  Sie erhalten Einblick in die parallel stattfindenden Kursangebote (z.B. Babymassage, PEKiP oder DELFI, geleitete Eltern-Kind-Gruppen) und Elternsprechstunden und bekommen so einen unverbindlichen, offenen Zugang zu den Bereichen des Hauses. Im Anschluss an Kurse dient das „Café Mobile“ KursteilnehmerInnen als Treffpunkt mit anderen Teilnehmenden. Der Mittagstisch lädt – ohne Anmeldung – zu einem frisch gekochten Essen ein, wenn man nicht allein sein möchte oder keine Zeit/Lust zu kochen hat.

Im Mehrgenerationenhaus  findet eine Verknüpfung von professioneller Betreuung und Beratung mit ehrenamtlich organisierten Unterstützungsangeboten statt.

Sowohl hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der Familienbildung, in der Kindertagesstätte, im Familienservicebüro und in der Koordination  als auch die freiwillig Engagierten im offenen Treff sind gleichzeitig im Haus präsent und stehen jederzeit für Anfragen und Gespräche zur Verfügung. Dabei findet eine enge Vernetzung der im Haus Tätigen statt, um Familien eine umfassende und abgestimmte Unterstützung bieten zu können.

Das Netzwerk „Mehrgenerationenhaus“  wurde von Beginn an als themenübergreifendes und bürgerschaftliches Projekt konzipiert, das nur mit dem Zusammenwirken von Menschen unterschiedlicher Professionen und Erfahrungen in haupt-, nebenberuflichen und freiwilligen Strukturen entwickelt und fortgeführt werden kann. Dadurch ist die Chance gegeben, dass Menschen vor Ort als Rat- und Informationssuchende mit ihren Anliegen sowohl Hilfestellung bekommen als auch zu Eigeninitiative und Selbstbestimmung ermutigt werden.

Kooperationen vor Ort (z.B. Schulen, andere Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen) sind ebenfalls wichtige Bestandteile einer Vernetzung. Besonders neu zugezogene Familien oder entfernt wohnende Angehörige profitieren von Kooperationen und der Bündelung von Ressourcen.

Das gesellschaftliche Netzwerk des „Dorfes“  in Form des Mehrgenerationenhauses mit seinen unterschiedlichen Segmenten unterstützt und stärkt Familien.

 

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